Alternatives Bild für den Nachhaltigkeitsbericht

Verwurzelt in Fakten: Warum Pappe der Held in der Forstwirtschaft ist

Weltweit wird die Nachhaltigkeit von Verpackungsmaterialien heute stärker hinterfragt als jemals zuvor. Einzelhändler, Hersteller, politische Entscheidungsträger und Verbraucher streben nach oder fordern Transparenz und Verantwortlichkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von der Materialbeschaffung bis hin zur Entsorgung nach Gebrauch.  

Pappe wird aus Holzfasern hergestellt und spielt daher eine große Rolle in allen Diskussionen über die Entwaldung. Es ist naheliegend anzunehmen, dass die Verarbeitung von Bäumen zu Verpackungen automatisch den Verlust von Waldfläche und Schäden an Ökosystemen bedingt. Wie wir jedoch im Folgenden darlegen werden, ist dies nicht der Fall.  

Mythos: „Die Kartonindustrie ist für die Entwaldung verantwortlich.“ 

Tatsache: Der Waldverlust in den USA wird durch die Landerschließung verursacht, nicht durch die Kartonindustrie.

Nach Jahrzehnten des Rückgangs wuchs die Netto-Waldfläche in den USA zwischen 1990 und 2020 um etwa 7,3 Millionen Hektar.1 In den letzten Jahren war jedoch in einigen Regionen der USA ein Rückgang zu verzeichnen.2 Die Hauptursache für diesen Rückgang ist die Umwandlung von Waldflächen in Bauland, beispielsweise für Wohnraum, Straßen und Infrastruktur, und nicht die Kartonindustrie.3

Dieser Trend wird sich voraussichtlich fortsetzen, da laut der Bewertung des Resource Planning Act (RPA) 2020 des US-amerikanischen National Forest Service die bebaute Fläche bis 2070 um bis zu 58 % zunehmen wird, was zu Lasten der Wälder und Weideflächen geht.4  

Wirtschaftsforste, die die Kartonindustrie beliefern, können zur Erhaltung von Waldflächen beitragen. Sie werden aktiv bewirtschaftet und produzieren die Holzfasern, auf die wir alle angewiesen sind. Gleichzeitig leisten sie wichtige Beiträge zum Ökosystem wie die Wasserfilterung und bieten Lebensraum für eine Vielzahl von Arten. Sie sind auch ein wichtiger finanzieller Anreiz für die Landbesitzer, ihr Land als Wald zu erhalten und zu bewirtschaften. In bewirtschafteten Wäldern werden nachhaltige Forstwirtschaftspraktiken angewendet, um die Waldgesundheit und Produktivität zu fördern. Sie werden unter Einhaltung von Bewirtschaftungsmethoden geerntet und neu gepflanzt, die auf ihren langfristigen Erhalt ausgerichtet sind.   

Tatsache: Die europäischen Wälder wachsen, jedoch deuten aktuelle Studien darauf hin, dass die Ökosysteme Umweltbelastungen ausgesetzt sind. 

Der Wald in Europa wächst. Die Waldfläche hat sich in den letzten 30 Jahren um 9 % vergrößert und bedeckt mit 227 Millionen Hektar nun mehr als ein Drittel der Landfläche Europas. Im Jahr 2022 verfügte die EU über geschätzte 160 Millionen Hektar Wald, was einem Anstieg von etwa 8,3 Millionen Hektar oder 5,5 % seit dem Jahr 2000 entspricht.5   

Der tatsächliche Zustand der europäischen Wälder gibt jedoch ein gemischtes Bild mit Licht und Schatten wieder. Gemessen an bestimmten Faktoren, wie beispielsweise dem Volumen der Biomasse in Wäldern, der Vielfalt der Altersklassen und ihrer Produktivität, verbessert sich der Zustand der Wälder. Andere Daten weisen jedoch auf Waldsterben aufgrund einer Reihe von Stressfaktoren hin, darunter das Zusammenspiel von Klima, Umweltverschmutzung, Insekten, Krankheiten, Dürren, Naturkatastrophen und weiteren Faktoren.6  

Die Baumkronen der europäischen Wälder verlieren ihre Blätter. Tatsächlich hat sich die Sterblichkeitsrate der Baumkronen seit dem späten 20. Jahrhundert verdoppelt. Dies entspricht einem jährlichen Verlust von 1 % der Waldfläche in der EU. Daten aus der Überwachung der Waldgesundheit auf europäischer Ebene zeigen, dass jeder vierte Baum einen mäßigen bis schweren Fall von Entlaubung oder Blattverlust aufweist.  

Die EU versucht dieser Entwicklung entgegenzusteuern, unter anderem mit ehrgeizigen Zielen für die Wiederaufforstung als Teil größerer Initiativen zur Bekämpfung des Klimawandels und des Verlusts der biologischen Vielfalt. 

Tatsache: Wälder produzieren deutlich mehr Holz, als jedes Jahr geerntet wird.

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass die Ernte von Bäumen für die Herstellung von Pappe die Wälder dezimiert, jedoch zeigen die Daten der US-amerikanischen Forstbehörde etwas anderes. Das Verhältnis zwischen Nettowaldwachstum und Erntevolumen beträgt etwa 2:1, in nördlichen Regionen liegt dieses Verhältnis sogar bei 2,4:1.7 Dies bedeutet, dass für jeden Quadratmeter Holz, der in den USA pro Jahr geerntet wird, mindestens die doppelte Menge nachwächst.8

In der EU liegt das Wachstums-Ernte-Verhältnis mit 1,3:1 näher beieinander. Es wird also etwa 25 % mehr Baumvolumen angebaut, als jährlich in Europa geerntet wird. 

Tatsache: Eine verantwortungsvolle Beschaffung kann dazu beitragen, Wälder zu erhalten.

Ein wesentlicher Aspekt, der in der Diskussion häufig übersehen wird, ist, dass die Marktnachfrage nach Forstprodukten wie Pappe ein Faktor sein kann, der dazu beiträgt, Wälder trotz des Entwicklungsdrucks zu erhalten. 

Etwa 58 %9 der Wälder in den Vereinigten Staaten befinden sich in Privatbesitz, wobei die meisten dieser Wälder Familien und Einzelpersonen gehören, nicht Unternehmen. Der Markt für Holz aus verantwortungsvoller Bewirtschaftung bietet diesen Landbesitzern wiederkehrendes Einkommen und die Möglichkeit, ihr Land als bewirtschafteten Wald zu erhalten, anstatt es als Bauland zu verkaufen. 

Ein funktionierender Markt für verantwortungsbewusst und ethisch einwandfrei gewonnene Waldprodukte ist somit ein entscheidendes Instrument, um Waldflächen zu erhalten.

Tatsache: Unsere Waldzertifizierungs- und Faserbeschaffungsprogramme gewährleisten, dass Kartonverpackungen nicht zur Entwaldung oder zum Verlust der biologischen Vielfalt beitragen.

Wir beziehen Holz lokal aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern.

Wir zertifizieren die Beschaffung von Holz und Fasern anhand von unabhängigen Waldzertifizierungssystemen.

Wir erwerben Forstprodukte unter Anwendung nachhaltiger Beschaffungs- und Lieferkettenprogramme.

Wir erwerben Forstprodukte unter Anwendung nachhaltiger Beschaffungs- und Lieferkettenprogramme.

100 % der in unserem Kartonherstellungsprozess verwendeten Holzfasern sind als nachhaltig gewonnen zertifiziert, und 96 % unserer Anlagen sind nach einer oder mehreren Faserzertifizierungsnormen zertifiziert.

Auch wiederverwertetes Holz und Faseranteile tragen wesentlich dazu bei, den Druck auf die Waldressourcen zu verringern. 100 % der Recyclingkartonprodukte sind für eine Faserzertifizierung qualifiziert. Unsere hochmoderne Produktionsstätte für recycelte Pappe in Waco, die Ende 2025 eröffnet werden soll, wird mit fortschrittlichen Technologien zur Papierherstellung ausgestattet sein, mit denen gebleichte, polybeschichtete Kartonverpackungen verarbeitet werden können, einschließlich der Abfälle und anderen Rückstände, die in unseren Werken für Lebensmittelverpackungen anfallen. Durch die Wiederverwendung von Altfasern für die Herstellung neuer Verpackungen, wo dies möglich ist, reduzieren wir Abfall und fördern ein kreislauforientiertes Fasersystem.

1 UN Food and Agriculture Organization (FAO), 2020

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